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Oral History Transcript — Max Born

This transcript may not be quoted, reproduced or redistributed in whole or in part by any means except with the written permission of the American Institute of Physics.

This transcript is based on a tape-recorded interview deposited at the Center for History of Physics of the American Institute of Physics. The AIP's interviews have generally been transcribed from tape, edited by the interviewer for clarity, and then further edited by the interviewee. If this interview is important to you, you should consult earlier versions of the transcript or listen to the original tape. For many interviews, the AIP retains substantial files with further information about the interviewee and the interview itself. Please contact us for information about accessing these materials.

Please bear in mind that: 1) This material is a transcript of the spoken word rather than a literary product; 2) An interview must be read with the awareness that different people's memories about an event will often differ, and that memories can change with time for many reasons including subsequent experiences, interactions with others, and one's feelings about an event. Disclaimer: This transcript was scanned from a typescript, introducing occasional spelling errors. The original typescript is available.

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Interview with Max Born
By Peter Paul Ewald
At Born's home (Bad Pyrmont, West Germany)
June, 11960

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Max Born ; June, 1 1960

ABSTRACT:Part of the Archives for the History of Quantum Physics oral history collection, which includes tapes and transcripts of oral history interviews conducted with ca. 100 atomic and quantum physicists. Subjects discuss their family backgrounds, how they became interested in physics, their educations, people who influenced them, their careers including social influences on the conditions of research, and the state of atomic, nuclear, and quantum physics during the period in which they worked. Discussions of scientific matters relate to work that was done between approximately 1900 and 1930, with an emphasis on the discovery and interpretations of quantum mechanics in the 1920s. Also prominently mentioned are: Niels Henrik David Bohr, E. Bormann, Louis de Broglie, Cauchy, Peter Josef William Debye, Paul Adrien Maurice Dirac, Albert Einstein, James Franck, Josiah Willard Gibbs, Werner Heisenberg, David Hilbert, Huang, Ernst Pascual Jordan, Felix Klein, Alfred Landé, Max von Laue, Erwin Madelung, Albert Abraham Michelson, Hermann Minkowski, Wolfgang Pauli, Max Planck, Venkata Chandrasekhar Raman, Erwin Schrödinger, Arnold Sommerfeld, Otto Stern, Toeplitz, Woldemar Voigt, Theodore von Kaman, Norbert Wiener; Como Conference, Universität Göttingen, and University of Cambridge.

Transcript

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Born:

...Da stehen zuerst einmal Seiten, wo er vorerscheint und nachher in den Anmerkungen, die am Schluss sind, auch die Stellen zitiert, wo er da zitiert wird. Ich habe mir die Gebiete, auf denen er gearbeitet hat, heraus- geschrieben. Also auf Seite 37 ist das Uhren-Paradox, von dem wir gestern sprachen, ganz klar und auf einer halben Seite auseinandergesetzt. Dann ist auf Seite 42 die Nicht-Existenz des starren Körpers. Also ich hatte ja eine Arbeit über den starren Körper in der Relativitats-Theorie geschrieben. Es war meine Habilitations-Schrift. Die ist vollkommen richtig. Aber starr kann Max Born, June 19 (cont.) ein Körper in der Relativitäts-Theorie nur sein, wenn er sich nicht dreht, also wenn er parallel zu der (???) steht. Das ist richtig. Aber die Drehung gibt's nicht. Und das wurde erst von [G.] Herglotz bewiesen, und dann von Laue in etwas anderer Weise, und die Arbeit ist da gemeint. Dann kommt ein Zitat einer Formel far die sogenanntenFreiheitsgrade in einem Strahlenbündel. Das waren die Grundlagen der statistischen Mechanik der Strahlungstheorie, eine Verallgemeinerung von Planck's Ideen fur Nicht Gleichgewicht.

Ewald:

Ist das aber relativistisch?

Born:

Nein, es wird da nur erwänhnt. Das müssen Sie aber [aus] der Besprechung der Relativität entnehmen.

Ewald:

Das ist die Arbeit, bei der ich Laue kennen gelernt habe. Er trug in München über diese Sache vor.

Born:

Das ist eine sehr tiefe Sache, ganz tief. Die ist jetzt in meinem neuen Optik-Buch und erscheint da -- ungeheuer ausgearbeitet, ich glaube 40 Seiten -- unter dem Titel "Semi-Coherent Systems", d.h. Semi-kohärente Systeme, von Wolf [the co-author]; und dann ist der vierte Punkt -- da wird dummerweise die Seitenzahl...nicht aufgeschrieben. Das ist die überlegung zwischen Strahlen- und Gruppengeschwindigkeiten wo er sich auch zitiert. Also offenbar hat er zum erstenmal da etwas aufgeklärt, was weiss ich nicht me Das ist in der speziellen Relativitats-Theorie; in der allgemeinen Relativitats-Theorie, im 2. Band, da habe ich zwei Stellen gefunden. Das erste ist eine strenge Lösung der Feld-Gleichung -- ich hab's nicht nachgerechnet, aber es scheint in Ordnung -- für den ganzen Kosmos, wobei er ein willkürliches System von was er Sterne nennt hereinsetzt. Ist also eine abgeänderte Einstein'sche Lösung, in dem lokale Abweichungen vom Minkowski Raum stattfinden, eine kleine Krümmung. Es ist sehr geschickt gemacht.

Ewald:

Mit diskreten Massenzentren?

Born:

Ja und [zwar] viele, die aber nicht interferieren. Die Felder sind überlagert. Das hat er da angedeutet, und ziemlich ausführlich sugar. Und dann zitiert er sich selbst auch noch, eine Arbeit über Hubble's Rot-Verschiebung. Die ist wunderbar erläutert, hier in dem 2. Band. Überhaupt das ganze Buch ist ja wunderbar geschrieben. Und das kann ich Ihnen mitgeben.... [defective section of tape]

Born:

...angelaufen, mit Nebeltröpfchen, nicht wahr? Und man siehtdann auf einen Stern, oder sowas, Ringe darum, Strahlen, und das ist ein statistisches Phänomen, eine Mischung von Brechung an den Tröpfchen mit der unregelmässigen Verzerrung. Das hat er dann ausgerechnet --

Ewald:

Das ist entweder radial oder (???)

Born:

Ja. Und das hat er immer ausgerechnet und das ist eine sehr schöne Arbeit, die dann eigentlich mit ihren [Ihren?] -- oder wenn sie mit den (Wolken) -- und Röntgen-Strahlen in Flüssigkeiten --

Ewald:

Wissen Sie, dass Laue, so wie er mit seinen grossen Interferenz-Versuchen abgeschlossen hatte, daran ging, dies experimentell im Institut in München zu machen?

Born:

Dieses unregelmässige Zeug?

Ewald:

Ja. Im Keller im Institut für theoretische Physik in München war ein grosser Raum, ein sehr langer Raum, den er dafür brauchte, well er einen grossen Lichtweg haben wollte, da er sehr kleine Winkel messen wollte. Da hat er diese Versuche aufgebaut und zwar muss das wenige Wochen, glaube ich, gewesen sein nachdem er die Röntgen-Interferenz gefunden hatte, oder Monate jedenfalls, bevor er nach Zürich kam, das war ja ziemlich bald nachher. Far mich ist das immer ein Beweis, dass für Laue, wie er selbst auch in seinen 'Lebens- erinnerungen' schreibt, mit dem Gelingen dieses Versuches die Sache erledigt war. Er hatte gar kein Interesse an Struktur-Bestimmungen oder so etwas.

Born:

Aber es zeigt doch seine beiden Haupt ichtungen: die Strahlungs-Statistik und (Wölbung).

Ewald:

Ja. Diese kleine Autobiographie von Laue kennen Sie?

Born:

Ja.

Ewald:

Die ist sehr hübsch.

Born:

Ja, ich habe selbst einen kleinen Vortrag daraus gemacht, Mrs Radio. Wollen Sie den sehen? Es steht nicht mehr drin als dort in dem Buch.

Ewald:

Ich babe einen photostatischen Abdruck von dem Ding.

 

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